Künstler


Interpreten
Komponisten



Die vier Musiker des Quiet Noise Quartets spielen mit akustischen und elektromechanischen Tonerzeugern und digitaler Klangsynthese. Von den Grenzen des (gerade noch) Wahrnehmbaren oder in Momenten gegenseitiger Überlagerungen erkunden die vier Musiker einen Leisestärkenkosmos, in dem sich vieles begegnet: Musique Concrète, zarte Geräuschzeichnungen, turbulente Kollektivausbrüche, bis hin zu Gesten aus Jazz-Fragmenten, reinem elektronischen Klang und Noise-Blöcken. 

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Die Sopranistin Ksenija Lukic wurde in Kragujevac in Jugoslawien geboren. Sie studierte in Belgrad, Siena und an der HdK Berlin. Neben Rollen des Standardrepertoires wie Susanna in Figaros Hochzeit, Musette in La Bohème und Adina in Der Liebestrank interpretiert sie viele Werke des 20. Jahrhunderts. Sie sang den Solopart in 'Zwielicht' von Georges Aperghis beim Festival in Huddersfield und die Titelrolle in Ernst Kreneks 'Sardakei' bei einer konzertanten Aufführung mit dem RSO Berlin im Berliner Konzerthaus. Sie trat sowohl mit verschiedenen großen Sinfonieorchestern als auch mit führenden Ensembles wie dem Klangforum Wien, dem ensemble modern, der MusikFabrik NRW und dem ensemble avantgarde auf. Im Rahmen von MaerzMusik trat sie 2002 als Eva in Stockhausens Michaels Jugend aus dem Licht-Zyklus auf und 2003 in 'Die Kantate' von Friederike Mayröcker und Wolfgang von Schweinitz.


Lucia Mense, Blockflöte
musikalische Ausbildung an den Musikhochschulen Köln, Amsterdam und Mailand bei Prof. Günther Höller, Marijke Miessen, Walter van Hauwe und Pedro Memelsdorff | Konzertexamen der Musikhochschule Köln und Examen “Uitvoerend Musicus” des Sweelinck-Konservatoriums Amsterdam | verschiedene Projekte und Ensembles sowohl dem traditionellen Repertoire des Mittelalters, der Renaissance und des Barock, als auch der zeitgenössischen Musik | Solistin und Mitglied verschiedener Kammermusikensembles und Orchester (u.a. Ars Choralis Coeln, Duo Blockflöte/Cembalo oder Laute, multimode-ensemble für experimentelle neue musik) | zahlreiche Radio-Produktionen und CD-Einspielungen bei den Labels Ars Musici, Mode Records/ New York, Edition Raumklang, Touch Records/London und Los Angeles River Records | als Solistin u.a. zu Gast bei den Alte-Musik-Festivals in Herne, Arolsen und in Litauen, dem Jazz-Festival in Moers, beim Festival Blokflute & Electronics im Ijsbreker/ Amsterdam, dem Schleswig-Holstein-Festival, dem New Music Festival Waterford/Ireland, Musikprotokoll im Steirischen Herbst/ Graz, Styriarte/ Graz | Dozentin bei Kursen zu Historischer Aufführungspraxis, zu moderner Musik und Improvisation | Gastdozentin an den Musikhochschulen in Köln, Hamburg, Mannheim, Düsseldorf und am Orange Coast College/ Kalifornien

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Die amerikanische Pianistin Heather O'Donnell gehört mit ihrer Vielseitigkeit zu den aufsehenerregenden Erscheinungen der zeitgenössischen Musikszene. Ihre wichtigsten Lehrer waren Charles Milgrim, Stephen Drury und Peter Serkin. Sie arbeitete zudem mit Yvonne Loriod-Messiaen, Emanuel Ax und Claude Helffer und nahm an Beethoven-Seminaren Alfred Brendels teil. Neben Musik studierte sie Philosophie und Literatur an der New School for Social Research und an der Columbia University. Ihr Repertoire reicht von Bachs Goldberg-Variationen über Schlüsselwerke des frühen 20. Jahrhunderts, wie Charles Ives’ Concord Sonata oder Maurice Ravels Gaspard de la Nuit bis hin zu neuesten Werken, die sie mit Leidenschaft vertritt. Unter den mehr als 30 Uraufführungen zeitgenössischer Klaviersolostücke, u.a. von Luciano Berio, Walter Zimmermann und James Tenney, sind zahlreiche Werke Heather O’Donnell gewidmet, etwa von Michael Finnissy, Frederic Rzewski und Oliver Schneller. Sie gastierte bei zahlreichen internationalen Festivals wie Tanglewood Music Festival, Festival Agora Paris, Beijing Modern Festival, Festival Alternativa Moskau, Indaba Festival in Südafrika und gab Recitals in Paris, Krakau, Moskau, Amman und Abu Dhabi.

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Jonathan Shapiro ist ein engagierter Schlagzeuger mit Schwerpunkt neue Musik, Solo und Kammermusik. Unter seiner langen Liste von Kooperationen sind Projekte mit dem Ensemble Integrales, dem Ensemble Resonanz, den New Yorker Philharmonikern, den Bang on a Can All Stars und Talujon Percussion. Shapiro beauftragte bereits über sechzig neue Kompositionen für Schlagzeug und arbeitete eng mit Komponisten wie Steve Reich, Tristan Murail, Vinko Globokar, Wolfgang Rihm, Louis Andriessen, Georges Aperghis, Michel van der Aa, Roger Reynolds, Terry Riley, David Lang oder Michael Gordon zusammen. Konzerte bei allen wichtigen Festivals in Europa und USA. Er studierte an der Interlochen Arts Academy (HS), der Manhattan School of Music (BM), SUNY Stony Brook (MM, DMA) und an der Musikhochschule in Lübeck, wo er zur Zeit auch lebt.

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Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat sich das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig zu einem der profilierten Ensembles Deutschlands entwickelt. Der Name ist Programm. Zeit seines Lebens hat sich Felix Mendelssohn Bartholdy für die Musik vergangener Epochen, für Komponisten seiner Zeit und für die Förderung der Jugend eingesetzt. Die thematischen Programme des Mendelssohn Kammerorchesters Leipzig führen genau diese Tradition fort und stellen eine aufregende Balance zwischen Wertschätzung des Bestehenden und der Förderung des Zeitgenössischen her. Darüber hinaus hilft das so erfolgreich initiierte Projekt »Schüler komponieren«, bei Jugendlichen ein Selbstverständnis für »klassische« Musik zu erreichen. Gastspiele führen das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig in zahlreiche Städte Deutschlands und ins europäische Ausland. Das Ensemble begleitet bedeutende Wettbewerbe, wie den Internationalen Johann-Sebastian-Bach Wettbewerb und gastierte auf renommierten Festivals, darunter das  Bachfest Leipzig, das internationalen Musikfestival in Eskisehir (Türkei) und das  Festival Klangrausch des MDR Musiksommers. Das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig produzierte CDs mit Werken von Haydn, Dvorák, Tschaikowsky, Mendelssohn, Ibert und Sannicandro. 2005 erschien bei hänssler Classic die viel beachtete Einspielung der Cellokonzerte von Joseph Haydn mit Peter Bruns.

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Der Geiger und Komponist Stefan Poetzsch wirkt als Solist, meist jedoch in kammermusikalischen Besetzungen und bevorzugt in Verbindung mit anderen Kunst-richtungen. Nach vielen Erfahrungen mit Improvisation und experimentellem Jazz arbeitet er kompositorisch und spezialisiert sich auf den schlüssigen Einsatz von Live-Elektronik und/oder Improvisation in seinen Kompositionen. Im Rahmen der Essaka Poetzsch Co. realisiert Stefan Poetzsch in enger Zusammenarbeit mit der Tänzerin und Choreographin Bettina Essaka, Konstruktionen aus konkretem Tanz, Choreographie, Musik und Komposition. In verschiedenen Duoprojekten lotet er zusammen mit seinen Partnern die Möglichkeiten des Interagierens, gemeinsamen Komponierens und Improvisierens aus. Konzertreisen führten Stefan Poetzsch durch ganz Europa, in die USA, verschiedene afrikanische Länder und Japan.

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Als Trompetensolist, Improvisator und Komponist ist Markus Stockhausen im Jazz genauso zuhause wie in der zeitgenössischen und der klassischen Musik, zählt zu den vielseitigsten Musikern unserer Zeit. 1957 in Köln geboren, begann er im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel. Ab 1975 studierte er an der Musikhochschule Köln Klavier und Trompete. Ein Jahr vor seinem Konzertexamen errang er 1981 den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs. Seitdem konzertierte er regelmäßig als Solist – darunter bei zahlreichen Uraufführungen, wie bei dem für ihn im Jahre 2002 komponierten Trompetenkonzert Jet Stream von Peter Eötvös mit dem BBC Symphony Orchestra in London – und ist regelmäßig zu Gast bei renommierten internationalen Musikfestivals.

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Henrik von Coler (Klangregie SinusTon 2012), Jahrgang 1982, erhielt 2009 sein Diplom der Elektrotechnik an der HAW Hamburg. Seitdem ist er Student am Fachgebiet Audiokommunikation, TU-Berlin, wo er als studentischer Mitarbeiter für die Betreuung und Weiterentwicklung des Wellenfeldsynthese-Systems zuständig ist. Er arbeitet zur Zeit an seiner Dissertation in Kooperation mit dem IRCAM in Paris, in der er sich mit der Analyse, Synthese und Wahrnehmung von Instrumentenklängen befasst. Als Teil des Teams des Elektronischen Studios der TU-Berlin beschäftigt er sich mit der Aufführung und Komposition akusmatischer Musik.

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Komponisten



Christopher Dylan Bailey wurde in Philadelphia geboren und studierte Komposition an der Eastman School of Music und an der Columbia University in New York. Seit den 90er Jahren komponiert er mikrotonal und begründete 2007 mit Aaron K. Johnson das Midwest Microfest, heute "UnTwelve". Seine presigekrönten Kompositionen zeichnen sich durch einen hohen Grad an Originalität aus und enthalten oft auf kürzester Zeit ein Maximum an Kontrasten. Er unterrichtete Komposition an der Northeasten University, am College William and Mary und am CCM in Cincinnati.

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Inouk Demers ist ein kanadischer Komponist und Klangkünstler mit Hauptwohnsitz in Los Angeles. Seine Kompositionen wurde auf einigen der namhaftesten Festivals für Neue Musik präsentiert, darunter Ars Musical, Domaines Musicales, Ultraschall Berlin und June in Buffalo. Seine interdisziplinären Arbeiten entstanden in Zusam-menarbeit mit Videokünstlern und wurden in Festivals in Oberhausen, Los Angeles und San Francisco vorgestellt.

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Elaine Thomazi Freitas arbeitet in den Grenzbereichen zwischen Klangkunst, bildender und digitaler Kunst. Die Arbeiten der gebürtigen Brasilianerin sind häufig kollaborativ angelegt und vermitteln bruchlos zwischen künstlichen und realen Welten. Elaine Thomazi Freitas studierte in Rio de Janeiro und an der Columbia University in New York. Seit 2008 unterrichtet sie als Senior Lecturer in Sound and Media an der London Metropolitan University.

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Paul Lansky ist einer der wichtigsten Pioniere der Computer Music. Neben zahlreichen Werken, die seit 1970 technisches Neuland kompositorisch erschlossen haben, entstanden mehrere instrumentale Werke, die von der Arbeit mit Computern nicht unberührt blieben. Eine von Lansky oft verwendete Metapher zur Erklärung seiner Verwendung des Computers ist die des "auralen Mikroskop", das verborgende Klänge hörbar macht und Alltägliches vollkommen neu dimensioniert und kontextualisiert. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Wahrnehmung von Musik und zur musikalischen Arbeit mit Computern. Sein Schaffen ist auf über 25 CDs dokumentiert. Seit 1971 ist er Professor für Komposition an der Princeton University.

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Johnathan F. Lee ist ein Digitalklangkünstler und Komponist mit Arbeits- und Wohnsitz in Tokyo, wo er eine Professur in Medienkunst an der Tamagawa Universität innehat. Seine Arbeiten erschienen auf zahlreichen internationalen Festivals und Symposien und umfassen Kompositionen, Installationen sowie Live-Improvisation. Er studierte und lehrte an der Columbia University in New York und arbeitet seit 2002 mit der Komponistin und Medienkünstlerin Elaine Thomazi Freitas zusammen.

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Ned McGowan ist einer der dynamischsten und unternehmungslustigsten Künstler der Gegenwartsmusik. Flötist, Komponist, Festivalleiter, Labelgründer, Dirigent und ein äußerst engagierter Lehrer und Advokat des zeitgenössischen Musiklebens sind nur die wichtigsten seiner professionellen Aktivitäten. McGowan, ursprünglich aus Kalifornien, aber seit 20 Jahren in Amsterdam ansässig, ist Gründer und Leiter der Stiftung "Karnatic Lab", die einen regen Austausch mit Musikern aus Südindien fördert und jährlich ein Festival für zeitgenössische Musik in Amsterdam betreibt. Als Komponist und Interpret seiner eigenen Werke ist McGowan weltweit vor ausverkauften Konzertsälen aufgetreten.

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Dennis H. Miller Denis H. Millers vornehmlich audiovisuelle Werke sind fester Programmbestandteil aller wichtigen internationalen Medienfestivals und -konferenzen. Neben seiner Arbeit als Medienkünstler ist Miller in der Forschung im Bereich 3D Imaging tätig und stellte seine Arbeiten im Bostoner Computer Museum, bei Images du Nouveau Monde, CynetArts, SIGGRAPH 2001 und bei der Eröffnung der Disney Hall in Los Angeles 2009 aus. Denis Miller studierte Komposition an der Columbia Universität und ist zur Zeit Professor für Medienstudien an der Northeastern University in Boston.

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Oliver Schneller
geboren 1966 in Köln | Kompositionsstudium am New England Conservatory Boston | Promotionsstipendium der Columbia University New York | dort als Assistent von Tristan Murail Lehrtätigkeit | Abschluss als Doctor of Musical Arts | 2002 compositeur en recherche am IRCAM Paris | 2006 Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom Aufführungen bei internationalen Festivals (Agora Paris, ICMC Göteborg, Maerzmusik Berlin, Ultraschall Berlin, IFNM Darmstadt, Alternativa Moskau, ICMC Singapur u.a.) | Zusammenarbeit mit renommierten Ensembles (musikFabrik, Ensemble Intercontemporain, Ensemble Modern, Tanglewood Symphony Orchestra u.a.) | 2009-2010 Professur für Komposition an der Hochschule für Musik Stuttgart | Seit 2012 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Medien Hannover

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Alexander Schubert, geboren 1979 in Bremen, studierte in Leipzig Informatik und Biologie mit den Schwerpunkten Neuroinformatik und Kognitionswissenschaften. Parallel dazu war er als Musiker und Komponist in verschiedenen Kontexten tätig. Nachdem er ein Jahr am ZKM in Karlsruhe am Institut für Musik und Akustik gearbeitet hat, studierte er ab 2007 den Master-studiengang Multimediale Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, den er 2009 mit einem Examenskonzert absolviert hat. Grundsätzlich beschäftigt er sich genreübergreifend mit der Schnittstelle akustischer und elektronischer Musik. Formal notierte Live-Elektronik-Kompositionen und Tonbandwerke gehören genauso zu seinem Arbeitsfeld wie der Entwurf von Software-Setups und sensorbasierte Erweiterung von Instrumenten für eine intuitive Bedienung im improvisierten Kontext. Schubert ist als Improvisator in verschiedenen Ensembles tätig, wie z.B. dem elektroakustischen Free Jazz Quartett „Ember“. Schubert hat zu zahlreichen szenischen Projekten als Musiker, Komponist und Programmierer beigetragen (z.B. für Wiener Festspielwochen, Berliner Staatsoper, MDR, SWR). Alexander Schubert betreibt den Ahornfelder-Verlag für experimentelle Audio- und Buchveröffentlichungen.

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Die 1971 in Japan geborene Kotoka Suzuki wurde für ihre Kompositionen mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Ihre Werke wurden weltweit auf wichtigen Festivals aufgeführt, so Ultraschall Berlin, Music at the Anthology New York und auf dem Pan Music Festival. Nach dem Studium der Komposition an der Indiana University und der Stanford University komponierte sie zunächst hauptsächlich instrumentale und elektroakustische Musik für Theater und Film. Unter ihren Auszeichnungen sind ein George A. and Eliza Gardner Howard Fellowship und Preise wie der Bourges International Electroacoustic Music and Sonic Art Competition Prize in multimedia category (IMEB), Musica Nova International Electroacoustic Music Competition Honor Prize und der Robert Fleming Preis des Canada Council for the Arts. Seit 2004 ist Suzuki Assistant Professor of Composition an der University of Chicago.

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